Anpassungen von Pflanzen an den Lebensraum Moor

Der Moor-Wasserschlauch (Utricularia ochroleuca)
Der Moor-Wasserschlauch ist eine zarte, bräunlich-gelbgrüne Pflanze, die untergetaucht in Moorgewässern wächst. Die Wasserschlauch-Pflanzen tragen zerschlitzte Blätter, deren Blattzipfel zu etwa 2 mm kleine Blasen (Reusen) umgewandelt sind. Bei den Blasen handelt es sich um so genannte «Schluckfallen». Die Fallenöffnung ist zunächst mit einer Klappe wasserdicht verschlossen.
Stoßen kleine Wassertiere gegen eine der Borsten auf der Außenseite der Klappe, öffnet sich die Falle. Zusammen mit einem Wasserschwall wird die Beute in die Blase hinein gesaugt. Der Sog beruht auf der Entspannung der zunächst elastisch gespannten und dadurch «eingedellt» wirkenden Blasenwände. Nach dem «Schlucken» springt die Klappe in ihre Ausgangsstellung zurück und verschließt die Falle wieder. Haare auf der inneren Blasenwand scheiden nun ein Verdauungssekret aus und nehmen schließlich die im Wasser gelösten verdaulichen Stoffe auf. Zugleich wird Wasser aus der Blase nach außen gepumpt und dadurch die Falle wieder gespannt für einen weiteren Schluckvorgang.

Die Moosbeere (Oxycoccus palustris)

Die Moosbeere überzieht mit ihren fadenförmigen Zweigen Torfmoospolster. Die Pflanze vermehrt sich vegetativ, indem sich an den Kriechsprossen Wurzeln bilden. Die Moosbeere trägt winzige Lederblättchen und sehr kleine Blüten, die sich an dünnen, aufrechten Stielen bilden. Die kugeligen, im reifen Zustand roten
Beeren liegen dagegen dem Moosuntergrund direkt auf. Die Früchte enthalten antibiotisch wirksame Stoffe. Sie reifen erst im folgenden Sommer und werden dann durch Vögel verbreitet.
Die Wurzeln der Moosbeere stehen in Wechselwirkung mit Mykorrhiza-Pilzen. Die Pilzfäden dringen in die Wurzeln des Erika-Gewächses ein. Dagegen wehrt sich die Pflanze zunächst. Der eindringende Pilzfaden wird durch Abscheidung von Zellwand-Gerüststoffen regelrecht «eingemauert». Sein Wachstum im Inneren der Zelle wird dadurch allerdings nicht gehemmt. Der Pilz profitiert von den Nährstoffen, die die Pflanzenzelle bildet. Nach einiger Zeit beginnt die Pflanze, den Eindringling zu «verdauen
». Dabei übernimmt der Zwergstrauch die von den Pilzfäden aufgenommenen Mineralsalze.


Tiere im Lebensraum Moor

Hochmoore sind extreme Lebensräume,
in denen im Vergleich zu anderen
Biotoptypen nur wenige Tierarten
leben. Nach Untersuchungen von Zoologen
kommen z. B. in den Hochmooren
Schleswig-Holsteins 120 bis 150
wirbellose Arten vor. Auf Wiesen oder in
Hecken können es einige Hundert bis
mehrere Tausend Arten sein.

Zweck der Seite: Es existiert derzeit noch keine deutsche Website die sich in erster Linie mit Moorleichen auseinandersetzt. Daher haben wir uns als Ziel gesetzt eine Informationsquelle für dieses Wissensgebiet zu erstellen.


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